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Erhebliche Produktionskosten-Steigerung für heimische Brauereien 


| Erhebliche Produktionskosten-Steigerung für heimische Brauereien |
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Ernteeinbußen bei Braugerste, daraus resultierende Produktionsdefizite bei Gerste und Malz, starke Verteuerung von Hopfenimporten sowie Preiserhöhungen bei Verpackungsmaterialien und steigende Energiekosten – die österreichischen Brauereien sehen sich mit einer Vielzahl von Verteuerungen bei der Bier-Produktion konfrontiert. Die einzelnen Unternehmen überprüfen derzeit eine notwendige Anpassung der Bierpreise als Folge der massiv gestiegenen Produktionskosten. „Die heimischen Brauereien sehen sich seit zwei Jahren in beinahe allen Bereichen mit einer empfindlichen Steigerung der Produktionskosten konfrontiert“ erklärt Dr. Michael Blass, Geschäftsführer des Fachverbandes der Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Die Gründe dafür sind vielfältig. So folgte zum Beispiel der schlechten Gerstenernte im Vorjahr auch 2007, nicht nur in Europa sondern weltweit, eine weitere unterdurchschnittliche Ernte. Da aber gleichzeitig der Weltgetreideverbrauch steigt, kommt es zu einer generellen Verknappung am gesamten Getreidesektor. Preistreibende Faktoren sind weiters der Anstieg des Verbrauchs für Agrarrohstoffe zur Energieerzeugung, der zu einer Flächenkonkurrenz in der Landwirtschaft führt. Und speziell bei Braugerste ist es in ganz Europa zu einem drastischen Rückgang der Anbauflächen gekommen. „All diese Faktoren führten bei der Braugerste bereits im Vorjahr zu einem Preisanstieg von 30 bis 35 Prozent und für die Ernte 2007 sogar um 80 bis 90 Prozent – also innerhalb von zwei Jahren zu mehr als einer Verdoppelung“, unterstreicht Michael Blass. Dazu kommt, dass die Brauereien – insbesondere in Mittel- und Osteuropa – mit knappen Mälzungskapazitäten konfrontiert sind, was über eine Erhöhung der Mälzungssätze zu noch stärkeren Preissteigerungen bei den Malzpreisen führt. Beim zweiten wichtigen Rohstoff zur Biererzeugung, dem Hopfen, sind es vor allem die Kosten bei Hopfenimporten, die für Vorverträge bis zu 100 Prozent gestiegen sind. Der Hopfenbedarf in Österreich wird zu 40 Prozent aus heimischen Qualitätshopfen gedeckt; für diese heimischen Hopfensorten gibt es längerfristig Abnahmeverträge, die mit den jetzigen hohen Preisen von Hopfenimporten aus Vorverträgen vergleichbar sind. „Das Wichtigste in Hinblick auf die Rohstoffe zur Biererzeugung ist jedoch, dass die Versorgung der heimischen Brauereien sichergestellt ist“, betont Blass. Als zusätzlicher Kostenfaktor stehen auch bei den Verpackungsmaterialien für 2008 Preiserhöhungen ins Haus. Das betrifft vor allem den Rohstoff für die Bierdose – der 2008 wieder um bis zu 10 Prozent steigen wird. Aber auch bei anderen Verpackungsstoffen sind die Brauer mit Kostensteigerungen konfrontiert – Flaschen, Fässer und Karton werden ebenfalls um bis zu 10 Prozent teurer. Zusätzlich zu dieser „Explosion“ bei den Rohstoff- und Verpackungskosten werden die Brauer immer stärker durch die weiter steigenden Energiepreise belastet. Aufgrund des Ölpreisanstiegs von 55$/Barrel im Jänner 2007 auf derzeit knapp unter 100$/Barrel steigt auch der Erdgaspreis im selben Ausmaß an und die gestiegenen Dieselpreise haben natürlich auch zu erhöhten Transportkosten geführt. Auch der Strompreis ist im Laufe des Jahres 2007 kontinuierlich um bis zu 15 Prozent gestiegen. Als Folge dieser empfindlichen Verteuerungen der Produktionsfaktoren und der Verknappung bei den Rohstoffen sind die Brauereien gezwungen, für das kommende Jahr eine Anpassung der Bierpreise ins Auge zu fassen. Das Ausmaß der Erhöhungen wird in den einzelnen Unternehmen derzeit geprüft. „Das Ziel dabei ist es, einerseits die notwenigen Preiserhöhungen für die Konsumenten so gering wie möglich zu halten, um andererseits damit die Beibehaltung der hohen Qualität der heimischen Bierproduktion weiterhin garantieren zu können“, so Blass abschließend. In den Nachbarländern Österreichs wurden bereits Preisanpassungen bei Bier um bis zu 10 Prozent angekündigt. <!--[if !supportEmptyParas]--> <!--[endif]--> |
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