


| Nachhaltigkeitsagenda für Getränkeverpackungen |
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Zur Unterstützung der im Rahmen der Nachhaltigkeitsagenda für Getränkeverpackungen zu leistenden Informationsmaßnahmen wurde seinerzeit die ARGE Nachhaltigkeitsagenda gegründet. Diese Plattform der beteiligten Akteure auf Wirtschaftsseite fungiert als Ansprechpartner für das Umweltministerium und Organisator der Öffentlichkeitsarbeit im Sinne der Agenda. Mehr als ein Jahr nach Wirksamwerden der Nachhaltigkeitsagenda legt der kürzlich erschienene Jahresbericht zu allen in der Nachhaltigkeitsagenda vereinbarten Zielen konkrete Maßnahmen und Umsetzungsschritte vor: Kooperation mit ARGE Müllvermeidung, neues Mehrweglogo, Studie über das Absatzverhalten von Mehrweg, Newsletter, Mehrwegwochen, Nachhaltigkeitswochen, unternehmensübergreifende Öffentlichkeitsarbeit, bottle-to-bottle-Recycling – die ARGE Nachhaltigkeitsagenda kann mit substanziellen Ergebnissen und Fortschritten zu den „Committments“ der Wirtschaft aufwarten. Mit der „Nachhaltigkeitsagenda für Getränkeverpackungen“ wurde ein neues Kapitel im Dialog über den ökologischen „Impact“ von Getränkeverpackungen aufgeschlagen. Als unbürokratische freiwillige Lösung trat die Nachhaltigkeitsagenda die Nachfolge der freiwilligen Selbstverpflichtung an. Als „Verkörperung“ des Einvernehmens mit dem Lebensministerium, von ordnungsrechtlichen Maßnahmen abzusehen, beinhaltet die Agenda freilich anspruchsvolle „Committments“ der Wirtschaft, die ihr seitens des Umweltressorts abgerungen wurden. Diese Verpflichtungen der Wirtschaft dienen im Kern zwei strategischen Zielsetzungender Agenda: Der Optimierung des Materialeinsatzes und der Mehrwegabsicherung. Die Ressourcenoptimierung soll dabei durch eine PET-Verwertungsquote, eine zusätzliche äußerst ambitioniert berechnete Kombiquote und den Einstieg in das bottle-to-bottle-Recycling abgestützt werden. Der Mehrwegerhaltung dient ein Bündel von Maßnahmen zur Mehrweg-Promotion und zur Konsumenteninformation. Soweit die Verpflichtungsseite. Wie sieht nun die Bilanz des ersten Jahres Nachhaltigkeitsagenda (2005) aus? Was wurde umgesetzt? Die stoffliche PET-Verwertungsquote stieg 2005 auf 54,4 Prozent, einen europäischen Spitzenwert. Die Kombiquote aus Wiederbefüllung und stofflicher Verwertung über alle Getränkearten konnte bei über 80 Prozent gehalten werden. Ein beachtliches Ergebnis, berechnet sich diese Quote doch unter Verzicht auf sämtliche in der Gastronomie offen (aus Fass, Tank, Container) ausgeschenkte Getränke. Die zugesagte Jahrestonnage von 500 Tonnen an „Post Consumer“-PET-Recyclat zur Produktion von PET-Flaschen wurde erreicht. Wichtiger noch: Der Einstieg in das hochwertige Recycling von PET in Österreich, bei dem in einem ausgefeilten technischen Verfahren aus PET-Granulat wiederum Preforms erzeugt werden („bottle-to-bottle-Recycling“) ist gelungen. Neu an der Nachhaltigkeitsagenda ist auch ein verstärktes Engagement der Wirtschaft, das Thema Mehrweg durch Promotions und Öffentlichkeitsarbeit verstärkt zu besetzen. Dieses äußert sich unter anderem in der Neugestaltung des Mehrweglogos samt Relaunch. Das neugestaltete Logo soll durch Platzierung auf dem Produkt breitere Einsatzmöglichkeiten und damit mehr Akzeptanz gewinnen. Zusammen mit einem „Manual“ und „Download“–Möglichkeit wurde es unter anderem via Newsletter der ARGE Nachhaltigkeitsagenda sowie den Rundschreiben der Fachverbände bzw. über mehrweg.at und wko.at bekannt gemacht und zeigte bereits anlässlich der Nachhaltigkeitswochen im Herbst 2005 erfreuliche Präsenz. Die Kooperation mit der ARGE Müllvermeidung basiert auf einer Dotierung ihrer www.mehrweg.at, einer auf die Information von Abfallberatern und Gemeinden spezialisierten Plattform. Mit dieser Zusammenarbeit besteht die Möglichkeit, Informationen über die nachhaltige Gestaltung von Getränkeverpackungen durch Ressourcen-Optimierung und der hochwertigen Kreislaufführung von Verpackungsstoffen einem Kreis von Opinionleadern in der Abfallszene bekannt zu machen. Völlig neu ist die Realisierung einer neutralen Untersuchung des Absatzverhaltens von Mehrweg. In einer Studie, basierend auf AC-Nielsen-Daten, wurden die Faktoren für das Absatzverhalten von Mehrweggebinden im Lebensmitteleinzelhandel analysiert, um die Ursachen der Entwicklung in Art, Inhalt und Ausmaß offen zu legen und den Marktteilnehmern zuzuordnen. Das Ergebnis belegt, dass der überwiegende Teil des Volumenrückgangs dem sich verändernden Konsumentenverhalten zuzuordnen ist. Distributionsverluste wurden durch die relative Preisstellung von Mehrweg- gegenüberEinweggebinden mehr als wettgemacht. In einem aus Marketingexperten der Getränkeindustrie und des Handels zusammengesetzten Arbeitskreis wurden – zum Teil unter Beteiligung von Vertretern des Umweltministeriums – Maßnahmen zur unternehmensübergreifenden Konsumenteninformation über Mehrweg beraten, deren konkrete Ergebnisse sich in den „Nachhaltigkeitswochen“ im Herbst 2005 manifestiert haben. Im Jahr 2006 werden neben den Mehrwegwochen im Juni auch wieder „Nachhaltige Wochen“ zwischen Mitte September und Mitte Oktober abgehalten.
Die Wirtschaft hat sich in der Nachhaltigkeitsagenda zu messbaren und erfüllbaren, gleichzeitig ehrgeizigen Beiträgen zur Nachhaltigkeit im Bereich der Getränkeverpackung bereit erklärt – wie ihre erste Jahresbilanz wohl eindrucksvoll bestätigt.
Grundstein für PET-to-PET-Recycling gelegtIm Beisein von Umweltminister Josef Pröll, Landeshauptmann Hans Niessl, der Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich Renate Römer sowie Geschäftsführer Christian Strasser wurde Ende August im burgenländischen Müllendorf der Grundstein für Österreichs erste gemeinsame Bottle-to-Bottle Recycling Anlage der heimischen Getränkeindustrie gelegt. Damit wird eine der wichtigsten Voraussetzungen seitens der Getränkeindustrie geschaffen, dass ab 2007 in Österreich aus gebrauchten PET-Flaschen wieder neue PET-Flaschen produziert und Stoffkreisläufe geschlossen werden. An der PET to PET Recycling Österreich GmbH sind die Unternehmen Coca-Cola Beverages Österreich, Radlberger Getränke, Rauch Fruchtsäfte, Spitz und Vöslauer beteiligt. Die Investitionssumme am Standort Müllendorf beträgt 15 Millionen Euro, 34 neue Arbeitsplätze werden geschaffen.
Die für das Recycling erforderlichen PET-Getränkeflaschen erhält die PET to PET Recycling Österreich GmbH von der Österreichischen Kunststoff Kreislauf AG (ÖKK). Auf dem Wege einer Ausschreibung wurde der Getränkewirtschaft eine Jahresmenge von 13.900 Tonnen zugesichert. Das aufbereitete Material steht allen Unternehmen der Getränkeindustrie, die die Anforderungen der Nachhaltigkeitsagenda erfüllen, nach dem Prozentsatz ihrer Inverkehrsetzung (laut ARA Statistik) zur Verfügung. „Das Bottle-to-Bottle Recycling ist ein wichtiger Beitrag zur Abfallvermeidung, Optimierung der Materialeffizienz und Schonung von Ressourcen,“ lobte Umweltminister Josef Pröll die Errichtung der ersten gemeinsamen Bottle-to-Bottle Recycling Anlage der österreichischen Getränkeindustrie. Für die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich Renate Römer, repräsentiert das Gemeinschaftsunternehmen ein „europaweit einzigartiges Projekt, bei dem sich Unternehmen, die im Wettbewerb miteinander stehen, zusammenschließen, um gemeinsam ökologische Ziele zu erreichen“. Mit der Umsetzung dieses wichtigen Grundpfeilers der Nachhaltigkeitsagenda sei Konsumenten, Wirtschaft und Umwelt wesentlich besser gedient, als mit „Zwangspfandmaßnahmen“. Diese seien, so Umweltminister Pröll, in Deutschland kläglich gescheitert. „Das Bottle-to-Bottle Recycling ist ein wichtiger Beitrag zur Abfallvermeidung, Optimierung der Materialeffizienz und Schonung von Ressourcen,“ lobte Umweltminister Josef Pröll die Errichtung der ersten gemeinsamen Bottle-to-Bottle Recycling Anlage der österreichischen Getränkeindustrie. Für die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich Renate Römer, repräsentiert das Gemeinschaftsunternehmen ein „europaweit einzigartiges Projekt, bei dem sich Unternehmen, die im Wettbewerb miteinander stehen, zusammenschließen, um gemeinsam ökologische Ziele zu erreichen“. Mit der Umsetzung dieses wichtigen Grundpfeilers der Nachhaltigkeitsagenda sei Konsumenten, Wirtschaft und Umwelt wesentlich besser gedient, als mit „Zwangspfandmaßnahmen“. Diese seien, so Umweltminister Pröll, in Deutschland kläglich gescheitert. „Das Bottle-to-Bottle Recycling ist ein wichtiger Beitrag zur Abfallvermeidung, Optimierung der Materialeffizienz und Schonung von Ressourcen,“ lobte Umweltminister Josef Pröll die Errichtung der ersten gemeinsamen Bottle-to-Bottle Recycling Anlage der österreichischen Getränkeindustrie. Für die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich Renate Römer, repräsentiert das Gemeinschaftsunternehmen ein „europaweit einzigartiges Projekt, bei dem sich Unternehmen, die im Wettbewerb miteinander stehen, zusammenschließen, um gemeinsam ökologische Ziele zu erreichen“. Mit der Umsetzung dieses wichtigen Grundpfeilers der Nachhaltigkeitsagenda sei Konsumenten, Wirtschaft und Umwelt wesentlich besser gedient, als mit „Zwangspfandmaßnahmen“. Diese seien, so Umweltminister Pröll, in Deutschland kläglich gescheitert.
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